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Das Rote Fort - Delhi - Reiseführung in Delhi

 

Das Rote Fort: Über eine Gesamtlänge von 2 km erstrecken sich die aus rotem Sandstein errichteten Mauern des Lal Qila oder des Roten Forts. Die Mauerhöhe wechselt von 18 m an der Flussseite bis 33 m an der Stadtseite. Begonnen wurde dieses massive Bauwerk im Jahr 1638 unter Shah Jahan Die Fertigstellung war 1648. Aber Shah Jahan verließ nie endgültig seine vorherige Residenz in Agra, um die Neugründung Shahjahanabad in Delhi auch durch diesen Schritt zu unterstreichen. Er wurde nämlich von seinem Sohn Aurangzeb entthront und im Fort von Agra gefangengesetzt.


Das Rote Fort stammt aus der Blütezeit der Mogulherrschaft. Wenn damals der Kaiser auf dem Rücken eines Elefanten durch die Straßen von Old Delhi ritt, war das ein Spektakel von Pomp und Macht, wie es aufwendiger und prächtiger nicht sein konnte. Aber die Blütezeit der Mogulherrscher währte nicht sehr lange. Es war Aurangzeb, der als erster und zugleich letzter bedeutender Mogul vom Roten Fort aus regierte. Heute ist das Fort einer jener typisch indischen Plätze, wo sich unzählige Möchte gern Führer aufhalten und sofort auf jeden sich nähernden Touristen einreden, um ihre Dienste anzubieten. Trotzdem ist es eine Oase der Ruhe, sobald man die belebten Straßen von Old Dehi hinter sich lässt und das Fort betritt.

 

 

Diwan-i-Khas: Diese “Halle der privaten Audienzen” behielt sich der Mächtige für private Zusammenkünfte vor. Prunkstück dieser Halle war damals der sagenhafte Pfauenthron den Nadir Shah im Jahr 1739 als Beutestück in den Iran mitnahm. Dieser Thron aus massivem Gold war durch prächtige Pfauen verziert, deren unendlich schöne Farben von einer Vielzahl einzelner eingelegter, kostbarer Edelsteine herrührten. Zwischen den Pfauen war ein aus einem einzigen Smaragd geschnitzter Papagei. Es ist unfassbar, dass dieses Meisterstück aus wertvollen Materialien, Rubinen, Smaragden und Perlen später in Einzelteile zerlegt wurde. Der Pfauenthron, den man heute in Teheran zu sehen bekommt, besteht nur noch aus einigen wenigen Teilen seines ursprünglichen Schmuckes.
Als dann im Jahr 1760 die Marathen aus noch die Silberdecke der Halle abmontierten, blieb nur noch ein schwacher Abglanz dessen, was diese Halle einmal in ihren Glanzzeiten darstellte. An den Wänden dieser Halle ist der persische Spruch zu finden: “Wenn es auf Erden ein Paradies gibt, dann ist es dies, dann ist es dies, dann ist es dies.” Die königlichen Bäder (Royal Baths): Gleich neben der Diwan-i-Khas sind die Bäder (Hamans), drei große Räume mit Kuppeldächern und einem Brunnen in der Mitte. Eines der Bäder war als Sauna eingerichtet.
 

Moti Masjid: Neben den Bädern finden Sie die von Aurangzeb im Jahr 1659 erbaute Perlenmoschee. Als Baumaterial diente wertvoller Marmor.

 

 

Weitere Sehenswürdigkeiten: Der Rang Mahal Pavillon erhielt die Bezeichnung “gemalter Palast” wegen seiner vielen Malereien im Innern. Leider ist von ihnen heute nichts mehr zu sehen. Das Khas Mahal war der Privatpalast des Herrschers und enthielt Räume für Zeremonien sowie Schlaf- und Wohnzimmer. Im Mumtaz Mahal ist ein kleines archäologisches Museum untergebracht. Das Delhi Gate am Südende des Forts führte zur Jami Masjid (Freitagsmoschee).
Ton-und Lichtschau: Jeden Abend wird im Fort eine Ton- und Lichtschau veranstaltet. Sie erzählt von der Geschichte Indiens, insbesondere aber von den Ereignissen, die in Verbindung mit dem Fort stehen. Diese Vorführungen werden in Englisch und Hindi dargeboten. Die Anfangszeiten richten sich nach der Jahreszeit. Eine bedeutende Forderung während des erbitterten Unabhängigkeitskampfes war, dass die dreifarbige indische Fahne den Union Jack auf dem Roten Fort ersetzen sollte.
 


 

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DAS ROTE FORT VON DELHI  (INDIEN)
Je nachdem von welcher Seite man sich dem Roten Fort nähert, eröffnet sich dem Betrachter ein anderes Bild: Von der Ring Road aus, wo noch zu Beginn dieses Jahrhunderts der Yamuna floß, sieht man wundervolle Marmorbauten mit Balkonen und filigranen jaali-Gitterfenstern. Von der Stadt aus präsentiert sich das Rote Fort dagegen mit massiven roten Sandsteinmauern, Brustwehren und den befestigten Toren Lahori und Delhi Gate. Dies entspricht seiner Doppelfunktion als Residenzpalast und militärische Festung – es war das administrative Zentrum, von dem aus der Kaiser Hindustan regierte.

Der fünfte Mogulherrscher Shahjahan, der die Hauptstadt von Agra wieder zurück nach Delhi verlegen ließ, unterteilte das Fort durch die vom südlichen Delhi Gate zum nördlichen Salimgarh Gate verlaufende Straße in zwei Abschnitte.

Nördlich von dieser Achse lagen die Privatgemächer, während der südliche Teil die Amtsräume und Unterkünfte der Hofbeamten – Soldaten, maulvis (Geistliche)., Schreiber und Hauspersonal –, die Kharkhanya-Werkstätten zur Herstellung von Musselin und Brokat sowie die Ställe umfaßte. Nach neunjähriger Bauzeit waren 1648 die Arbeiten an der Palastzitadelle, die doppelt so groß war wie das Fort in Agra, abgeschlossen.

Shahjahan wollte ,,herrliche, von Licht und Wasser durchflutete Bauten mit Blick auf den Fluß schaffen“. So legte er eine breite Marmorterrasse an der Flußseite des Forts an und ließ darauf die Privatgemächer aus reinem weißem Marmor mit Goldkuppeln errichten. Am nördlichen Ende befand sich der dreistöckige, achteckige Shah Burj oder Königsturm, in dem Shahjahan spat nachts Geheimsitzungen mit seinen Söhnen und engsten Beratern einberief. Hinter den zerfallenen Ruinen des Turms ist das Wasserbecken zu sehen, das den Wasserkanal Nahr-i-Bihisht oder ,,Paradiesischen Strom“ speiste, ferner die königlichen Bäder (der Öffentlichkeit nicht zugänglich), Diwan-i-Khas, Khas Mahal und die Haremsgemächer, von denen nur noch der Rang oder Imtiaz Mahal und Mumtaz Mahal übrig sind.

Der Kaiser erhob sich stets bei Tagesanbruch in seinem Khwabgah (Schlafgemach) im Khas Mahal. Nach Verrichtung des Morgengebets im angrenzenden Tasbih Khana (beide Räume sind verschlossen) ging er über den Wasserkanal in sein privates baithak (Wohnzimmer). Über dem Kanal ist ein von den Symbolen der Gerechtigkeit, der Sonne und dem Mond filigran durchbrochener Wandschirm, der den Kaiser an die Symbole und Pflichten der Mogulherrscher erinnern sollte. Dazu gehörte auch, daß er sich jeden Morgen bei Sonnenaufgang vom Jharoka-i-Darsha, einem achteckigen Turm, der aus dem baithak herausragte, seinem Volk zeigte, Am Ufer des unter dem Balkon vorbeifließenden Flusses versammelten sich die Untertanen zum darshan (Erscheinen) des Herrschers, um ihm ihre Bitten vorzutragen. Zu späterer Stunde wurden Elefantenkämpfe veranstaltet, ein von den Moguln heißgeliebter und grausamer Sport.

Das eleganteste Bauwerk auf der Königsterrasse nördlich des Khas Mahal ist der Diwan-i-Khas, ein offener Marmorpavillon mit blätter umrankten Bögen, die in Nischen münden. Der Naturliebhaber Shahjahan schuf sich hier einen Juwelengarten, in dessen Mitte auf einem Marmorsockel der sagenumwobene Pfauenthron im Glanz von Juwelen außerordentlicher Schönheit – Diamanten, Smaragde, Rubine und Perlen – erstrahlte. In dieser privaten Audienzhalle pflegte Shahjahan vertrauliche Staatsangelegenheiten zu besprechen und ausländische Gesandte zu empfangen. Über den Eckbögen ist der berühmte Spruch des Dichters Amir Khusrau zu lessen:


Gibt es auf Erden hier ein Paradies,
So ist es dies, so ist es dies,
so ist es dies.

Obgleich die goldene und silberne Decke 1760 von den Marathen geplündert und die Edelsteine herausgebrochen wurden, ist der einstige Glanz selbst heute noch zu erahnen.

Nördlich des Diwan-i-Khas führen Stufen von der Marmorterrasse zu einer Moschee mit drei Kuppeln hinab, die gegenüber den königlichen Bädern liegt. Die Perlenmoschee Moti Masjid wurde von Aurangzeb erbaut, der sich im Gegensatz zu seinem Vater Shahjahan nur zu besonderen Anlässen in die Jama Masjid begab und ansonsten seine eigene private Andachtsstätte für das tägliche Gebet vorzog. Wie schon der poetische Name besagt, gleicht die Moschee einer reinen, weißen Perle aus Marmor, verziert mit zarten Blätterranken. Vor dem Diwan-i-Khas breitete sich ein großer, von Bogengalerien umgebener Hof aus, an dessen westlichem Ende sich ein Tor, verhängt mit einem roten Vorhang (Lal Purdah) befand. Nur der Kaiser und seine Söhne waren befugt, diesen Vorhang zu lüften und den Harem zu betreten. Die Wächter und der Haremsaufseher waren selbstverständlich Eunuchen.

Der Rang oder Imtiaz Mahal, der in seiner Anlage dem Diwan-i-Khas ähnelt, ist aus weißem Marmor und besitzt in der Mitte ein wundervolles Wasserbassin in Form einer Lotusblüte, in dem einst ein silberner Springbrunnen plätscherte. In den vier Ecken des Raums sind kleine Kammern. deren Wände und Decken mit winzigen Spiegeln verkleidet sind. Sie brachten dem Palast den Beinamen Shish Mahal ein. Shahjahan pflegte um die Mittagszeit hierherzukommen, um mit seiner Tochter Prinzessin Jahanara (die nach dem Tod ihrer Mutter Mumtaz Mahal an deren Stelle getreten war) die Haremsangelegenheiten zu besprechen, das Mittagsmahl einzunehmen und ein Nickerchen zu machen. Der ein Stück weiter südlich gelegene zweite Palast des Serails, der Mumtaz Mahal, wurde in ein Museum umgewandelt und zeigt Artefakte aus Mogulzeit.

Vor dem Rang Mahal war ein Garten, dessen dicke Schutzmauern den Harem von der übrigen Palastwelt abschirmten. Am Ende des Gartens erkennt man die Rückseite eines Gebäudes mit einer Treppe, die der Herrscher benutzte, um seinen Thron in der Empfangshalle Diwan-i-Am zu besteigen. Der Pavillon aus rotem Sandstein besitzt einen Marmorbalkon an der Rückwand und berühmte Mosaike, die Vögel, Blumen und Orpheus darstellen. Die Säulen waren einst mit glänzendem weißem Stuck überzogen und mit Blumenmustern bemalt, heute ist nur noch der schmucklose Sandstein zu sehen. (Im Naqqar-Khana-Tor sind noch einige bemalte Stuckdekorationen erhalten.)

Wenn man sich von den prachtvollen, in Marmor gehaltenen Privatgemächern zu den mehr offiziellen Gebäuden begibt, weicht der Luxus einer gedämpften Feierlichkeit.

Im Diwan-i-Am gewährte der Herrscher ,,allen Untertanen Audienz, ganz gleich ob hoher oder niederer Herkunft“. Hier konnte der einfache Mann hoffen, beim großen Herrscher Gehör zu finden – sobald er einmal die schwierige bürokratische Hürde genommen hatte. Ein bis zweimal täglich ließ sich Shahjahan auf einem seiner neun Throne nieder, um den Staatsgeschäften nachzugehen oder finanzielle und militärische Angelegenheiten zu regeln. Die Audienz endete stets mit eine Parade der Kavallerie und Elefanten, bei der sich der Kaiser davon überzeugte, daß Menschen und Tiere in guter Verfassung und jederzeit kampfbereit waren. Auf der Marmorplattform unter dem Thron reichten die Regierungsbeamten dem Kaiser Petitionen und Briefe hinauf.

Der Diwan-i-Am verfügte einen riesigen Hof, dessen Arkadengänge ihn mit dem großen roten Sandsteintor Naqqar Khana verbanden. Die zeremoniellen Trommeln (naqqars), die von den offenen Balkonen erklangen, um die Stunden des Tages und die Ankunft oder Abreise des Kaisers zu verkünden, hatten dem Tor diesen N
amen eingebracht. Hier mußten alle außer dem Kaiser und den Prinzen ihre Pferde und Reitelefanten zurücklassen und zu Fuß weitergehen. Nach dem Aufstand von 1857 besetzten die britischen Streitkräfte das Fort und machten alle Gebäude südlich des Naqqar Khana dem Erdboden gleich, um statt dessen Militärbaracken aufzustellen, die noch heute von der indischen Armee genutzt werden. Nur der überdachte Basar Chatta Chowk, eine enge Gasse mit Arkaden und einem achteckigen Hof, der zum Haupttor Lahori Gate führt, blieb von dieser Aktion verschont. Damals versorgten die Geschäfte den fürstlichen Haushalt, heute verkaufen sie Souvenirs wie zum Beispiel die goldbestickten zardozi Taschen und emaillierte Kästchen.

Während des allmählichen Zerfalls des Mogulreiches unter Mohammed Shah wurde das Fort mehrmals von den Marathen, Jats und Rohillas geplündert. Als Bischof Heber das Fort 1823 sah, wirkte es ,,verlassen , trostlos und verloren“, doch die herrlichen Gärten und Gebäude existierten noch. Alles, was von den beiden großen Gärten Hayat Baksh und Mahatab Bagh am nordöstlichen Ende nach der Verwüstung durch die Briten Überigblieb, sind zwei Marmorpavillons mit kleinen Bogennischen, in denen man Lampen entzündete, über denen das Wasser kaskadenartig herabfiel. In Shahjahans Plan war eine symmetrische Anlage von miteinander verbundenen Höfen und Ark
adengängen vorgesehen, die die königlichen Gemächer, den Diwan-i-Khas und den Harem, umschlossen. Die Gebäude standen keineswegs so isoliert und ungeschützt da wie heute. Auch verfügten sie über üppige Seiden und Brokattücher (die bei Bedarf über den Bogenöffnungen herabgelassen wurden) sowie herrlich bemalte und bestickte Baldachine und Teppiche, die die Innenhöfe bedeckten. Wie das gemeine Volk in Hindustan pflegten sich auch die Herrscher mehr draußen als drinnen aufzuhalten. Ihre Bauten wurden einmal äußerst treffend als ,,zu Stein erstarrte Zeite“ beschrieben.

Nach Vollendung des Roten Forts begann Shahjahan mit dem Bau der Jama Masjid, der Freitagsmoschee, die in keiner islamischen Stadt fehlen darf.
Eine Million Rupien war nötig, bis die Moschee 1656 auf einem Hügel vor dem Delhi Gate fertiggestellt war. Über die Einkaufsstraße Khas Bazaar war sie mit dem Fort verbunden. Shahjahan pflegte seinen Palast zum Nachmittagsgebet in einem goldenen thronähnlichen howdah auf einem Elefanten sitzend oder in seiner takhtrawan (Reisesänfte) durch das Delhi Gate zu verlassen, jedoch niemals auf demselben Weg zurückzukehren, da dies dem Volksglauben in Hindustan zufolge Unglück brachte. Der Blick auf den Osteingang der Moschee und die majestätische Treppenflucht war durch nichts getrübt, ein Vergnügen, das dem heutigen Besucher verwehrt bleibt.

Da der Königseingang inzwischen verschlossen ist, müssen Besucher mit den Seiteneingängen, zu denen ähnliche Stufen aus rotem Sandstein führen, vorliebnehmen. In dem ausgedehnten Innenhof steht ein marmorner Reinigungsbrunnen für die rituelle Waschung vor dem Gebet. Die Gleichförmigkeit der umlaufenden Galerien wird nur durch die Tore unterbrochen. Ein auf den Innenhof hinausragender Balkon war den weiblichen Mitgliedern der Herrscherfamilie vorbehalten. Auf der Westseite befindet sich die nach Mekka weisende heilige Stätte, die aus einem großen Zentralbogen besteht, an den Seiten von je fünf kleineren flankiert, die in schlanken, eleganten Minaretten enden. Wände und Boden der mehrschiffigen Gebetshalle sind mit Marmoreinlegearbeiten verziert. Durch die Verwendung von schwarzem Marmor in
den Mosaiken und den Kuppeln wird eine wirklich verblüffende Wirkung erzielt. Shahjahan pflegte auf Seidenteppichen vor der mihrab (Gebetsnische) in der Gebetshalle niederzuknien. Rechts sind die Marmorstufen des mimbar (Predigtstuhl), von wo aus der Imam die Gebete spricht. Die oberste Stufe bleibt stets frei, da sie dem Propheten geweiht ist. Auf Verlangen können die in der Jama Masjid aufbewahrten Reliquien des Propheten, einschließlich seiner marmornen Fußabdrücke, besichtigt werden.

Von der Spitze des Minaretts am Südtor rief der muezzin die Gläubigen von Shahjahanabad Gebet:
La Alla illa Muhammed resul-alla.
(,,Es gibt nur einen Gott, und Moham-med ist sein Prophet.“)

Damals wie heute tönt sein Ruf von den unzähligen kleineren Gebetsstätten der Stadt zurück. Die Moschee ist jedoch nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch der gesellschaftlichen Zusammenkunft: An ihren Stufen treffen sich die Bewohner nach dem Einkauf im Meena Basar, halten mit Freunden ein Schwätzchen und verspeisen dabei von Straßenhändlern feilgebotene Kebabs oder Süßigkeiten.


Diese größte Moschee Indiens, in der sich bis zu 20 000 Menschen zum Gebet versammeln können, zeugt von vollendeter Harmonie. Trotz ihrer eindrucksvollen Proportionen wirkt sie eher anmutig als wuchtig. Als Symbol für die Herrschaft Gottes, der sich jeder Souverän beugen muß, erhebt sie sich weithin sichtbar auf der Spitze des Hügels und bildet einen wirkungsvollen Kontrast zu den hohen Zinnen des Forts. Das Rote Fort und die jama Masjid sind jedoch nicht nur räumlich und konzeptuell miteinander verbunden, sie sind auch integraler Bestandteil der Stadt, die Shahjahan um sie herum anlegte. Steigt man auf die Minarette der Moschee, eröffnet sich ein herrlicher Blick über die komplexe Anlage der befestigten Stadt Shahjahanabad.

Heute läßt das Rote Fort nur noch den Rahmen seiner einstigen Pracht erkennen, Der ursprüngliche Grundriß war eine streng symmetrische Komposition aus viereckigen Höfen und Bogengalerien, die sich auch im Stadtplan wiederfand. Vor dem Delhi Gate breitete sich der Saadullah Chowk (Platz) aus, wo sich Tänzerinnen, Astrologen und Geschichtenerzähler aufhielten, während das Lahori Gate sich zum großen ,,Königsplatz“ öffnete, wo die Adligen frische Luft schnappten, währensd ihre Diener ihnen unermüdlich mit Pfauenwedeln zufächelten oder mit silbernen Spucknäpfen neben den Sänften herliefen. Von jedem chowk führte eine Basarstraße zum Delhi und Lahori Gate, in deren Mitte ein Kanal Wasser des Paradiesstroms aus dem Palast führte, das Glück und Segen in die Straßen und Basare bringen“ sollte.

Die Hauptstraße vor dem Lahori Gate besaß ein achteckiges Becken, in das der Paradiesstrom floß. Das in dem bewegten Wasser eigentümlich schimmernde Mondlicht brachte dem Ort den Namen Chandni Chowk, Mondscheinplatz, ein. Gegenüber langen Prinzessin Jahanaras Garten und ihr Sereil, deren raffinierte Schönheit Francois Bernier zu einem Vergleich mit den Palais Royale in Paris veranlaßte. Arkadengänge mit Geschäften säumten die beiden Hauptbasar-straßen. Dazwischen verlief kreuz und quer ein Gewirr enger Gassen, das die Stadt in mohallas (Bezirke) unterteilte. Jeder dieser Stadtbezirke war verschiedenen Berufen und Geschäften vorbehalten – wie etwa den Wäschern, Lederhandwerkern, Silberschmieden oder Köchen. Dazwischen lagen überall verstreut kleine Moscheen, madrasas (Schulen) und havelis (Wohnhäuser).

Der Stadtplan wies eine ähnliche Symmetrie wie die Palastfestung auf: Um die beiden zentralen Punkte, das Fort und die Jama Masjid, herum waren große Plätze angeordnet, von denen breite Straßen abzweigten. Nach dem Aufstand von 1857 zerstörten die Briten diese Plätze samt den umliegenden Gebäuden. Die Expansion der Stadt über ihre ursprünglichen Grenzen hinaus sorgte für eine weitere Verzerrung von Shahjahans Stadtbild, die bereits unter Aurangzeb begonnen hatte. Der Chandni Chowk diente auch als königliche Paradestraße, die in gerader Linie vom Herzen der Stadt in den Königspalast führte, von wo aus der Herrscher wie ein gütiger Patriarch über seine Untertanen wachte. Shahjahans Grundriß des Roten Forts und das Konzept von Shahjahanabad stellen eine gelungene Mischung aus Ästhetik, Zweckmäßigkeit und Symbolik dar.


 

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